Aspekte zur Hamburger Postgeschichte (36): „Ein Zweizeiler mit Zierstücken oben und unten“…

… lautet wohl nach der klassischen Stempelterminologie von Hans-Joachim Andersen [1] die korrekte Bezeichnung für den

Hamburger Schmetterlingsstempel

Es wird Zeit, dass wir ein wenig über die Abstempelungen der Hamburger Postämter sprechen, und ich möchte mit dem bekanntesten Stempel des Hamburger Stadtpostamtes beginnen. „Zierstücke – oben und unten“,  die Positionierung ist genauso offensichtlich wie Janosch`s „Fuchs, mit dem buschigen Schwanz – hinten“. In der philatelistischen Terminologie muss nun einmal alles sehr genau bestimmt sein, aber ich plädiere doch dafür, beim etwas romantischeren und volkstümlichen „Schmetterling“ zu bleiben. Diese Stempeltype war fast 40 Jahre lang, nämlich von 1823 bis 1862, in Gebrauch. Es versteht sich, dass es bei einer derart langen Verwendungszeit verschiedene Typen gab. Das Handbuch von Dr. Meyer-Margreth [2] listet 14 verschiedene Typen auf, die sich zum Teil nur geringfügig unterscheiden und mit denen ich Sie hier gar nicht quälen will. Zwei Gruppen kann man deutlich unterscheiden: Die Stempel mit einem Punkt hinter „Hamburg“ und die Stempel, die diesen Punkt am Ende nicht haben.

Briefe mit Schmetterlingsstempeln zu bekommen, ist kein teures Vergnügen; im Internethandel oder auf Messen kann man Stücke ab 10-15 Euro bekommen, allerdings sollten Sie auf komplette und klare Abschläge achten. Das ist gar nicht so einfach, weil der Schmetterlingsstempel recht groß ist.

Nachfolgend stelle ich Ihnen nun  – in einigermaßen chronologischer Reihenfolge -ein paar „besondere“ Briefe mit dem Schmetterlingsstempel vor, ohne den Anspruch zu erheben, sämtliche einzelnen Typen abzubilden. Mit der Abbildung eines „Vorläufer“-Stempels beginnt die Galerie:

Stempelbesonderheiten… 

 

Nicht häufige Versendungsformen…

Destinationen…

Späte Verwendungen…

Ich denke, viele verschiedene Typen sind klar zu erkennen. Vielleicht macht es auch Ihnen Spaß,  auf die Jagd nach den unterschiedlichen Stempeln zu gehen?

[1] Hans-Joachim Anderson. Die Bezeichnung der Poststempelformen. Eine Einführung in die stempelkundliche Terminologie. 1970.

[2] Dr.Ernst Meyer-Margreth. Die Poststempel von Hamburg. Von der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts bis gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts. Hamburg,1965.